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Differenzbesteuerung in Österreich: So sparen Sie künftig beim Silberkauf völlig legal Steuern

 

Vermögens 1x1

26.06.17

Differenzbesteuerung in Österreich: So sparen Sie künftig beim Silberkauf völlig legal Steuern

Österreich hat malerische Landschaften, die prächtige Hauptstadt Wien und die Donau – es gäbe für die Österreicher also viele Gründe, nicht in die Ferne zu schweifen. Doch beim Edelmetallkauf zogen es bislang viele unserer Nachbarn vor, ihre heimischen Gefilde zu verlassen. Denn jenseits der Grenze konnten sie Silber-Produkte deutlich günstiger kaufen als zu Hause. Die Differenzbesteuerung in Deutschland, die seit 2014 hierzulande für bessere Konditionen beim Kauf von Weißmetallen sorgt, hat viele Kunden von pro aurum aus der Alpenrepublik in die Filialen im südlichen Bundesgebiet geführt.

Der Umweg über Deutschland zum eigenen Silberschatz ist für Kunden aus Österreich künftig nicht mehr nötig, denn ab sofort können sie auch zu Hause in den Genuss der sogenannten „Differenzbesteuerung“ kommen. Durch diese unkomplizierte und völlig legale Form der Besteuerung sinkt für Endkunden der Preis für Silbermünzen deutlich. In Österreich dürften bislang viele Investoren einen großen Bogen um Silber gemacht haben, weil ihr Investment grundsätzlich mit 20 Prozent besteuert wurde. Um diesen Prozentsatz müsste der Wert des Investments zulegen, damit die Anleger überhaupt in die Gewinnzone kommen. Und die meisten Edelmetall-Fans waren wohl nicht bereit, mit ihrem Investment zuerst den Staat zu finanzieren und mehrere Jahre zu warten, bis sich ihre Anlage-Entscheidung auszahlt.

Durch die Differenzbesteuerung profitieren Anleger viel schneller von Wertzuwächsen bei Silber. Denn künftig entfällt der pauschale Aufschlag von 20 Prozent. Stattdessen geht pro aurum beim Handel mit Silber, Platin und Palladium in Österreich folgendermaßen vor: Die Umsatzsteuer von 20 Prozent wird nicht zum vollen Nettoverkaufspreis dazugerechnet, sondern lediglich aus der Differenz zwischen dem Einkaufs- und dem Bruttoverkaufspreis an das Finanzamt abgeführt. Künftig können Münzen, die nicht in der Europäischen Union hergestellt wurden, sowie Kundenrückkäufe von Edelmetallprodukten aus Silber, Platin und Palladium differenzbesteuert angekauft und auch wieder verkauft werden. Einzige Einschränkung: Der Preis der einzelnen Münze darf nicht über 220 Euro liegen.

Was auf den ersten Blick durchaus kompliziert klingt, bringt für die Kunden von pro aurum deutliche Erleichterungen. Pro aurum hat seinen Webshop für Kunden aus Österreich in der Zwischenzeit überarbeitet, sodass die Differenzbesteuerung künftig ausdrücklich bei den entsprechenden Produkten angegeben ist. Die Kunden sollten daher den Bereich der differenzbesteuerten Münzen stärker im Fokus haben. Denn mit diesen Münzen bekommen sie mehr Silber für das gleiche Geld – oder anders gesagt: Bei gleicher Menge an Silbermünzen muss jetzt weniger bezahlt werden, wenn differenzbesteuerte Produkte gekauft werden.

Die Ersparnis lässt sich an einem Beispiel verdeutlichen: Anfang Mai 2017 lag der Spot-Preis für eine Feinunze Silber bei knapp 15 Euro. Die Silber-Anlagemünze „Australian Kangaroo“, die wegen ihrer Herkunft aus dem Nicht-EU-Land Australien differenzbesteuert verkauft werden darf, lag bei etwa 18,50 Euro. Der Wiener Philharmoniker, der ähnlich wie das Känguru in Millionenauflage hergestellt wird, aber in der EU zu Hause ist, kostete zum gleichen Zeitpunkt rund 20,50 Euro. Anleger sparen also mit der Differenzbesteuerung zwei Euro oder etwa zehn Prozent des eigentlichen Endpreises. Die Regelbesteuerung bei pro aurum in Österreich beschränkt sich künftig auf einige wenige Produkte, denn die meisten Bullion-Silbermünzen werden außerhalb der EU hergestellt, beispielsweise in den USA, Kanada oder Australien.

Ärgerlich für Kunden in Europa ist jedoch, dass ausgerechnet ihre heimischen Silbermünzen nicht unter die Differenzbesteuerung fallen. Betroffen davon sind der prägefrische Wiener Philharmoniker – und bislang noch die Britannia aus Großbritannien. Doch für die Royal Mint dürfte der Austritt aus der Europäischen Union zumindest ökonomisch nicht nur mit Ärgernissen verbunden sein. Denn wenn Großbritannien künftig – wie Kanada oder Australien – ein „Nicht-EU-Land“ ist, kann auch die Britannia-Silbermünze differenzbesteuert verkauft werden.
 


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