Hauptinhalt

 
   

Münchener Elternstiftung

 
 

Münchener Elternstiftung - Lichtblicke für schwerkranke und krebskranke Kinder
 

Die Diagnose, an einer schweren Krankheit zu leiden, ist besonders für die Familien von kleinen Patienten ein herber Schlag. Hinzu kommen oft noch finanzielle Probleme. Hier will die „Münchener Elternstiftung - Lichtblicke für schwerkranke und krebskranke Kinder“ helfen.

 

Herr Thomas Elb, Vorstandsvorsitzender der in 1997 gegründeten Stiftung, im Interview:


Wie werden die Kinder und Familien durch die Stiftung unterstützt?
 

Wir setzen uns überwiegend regional und schwerpunktmäßig für folgende Aufgaben und Ziele ein:

Unterstützung der ambulanten psychosozialen Nachsorge. Unter Federführung unserer Stiftung haben wir zusammen mit zwei weiteren gemeinnützigen Vereinen in München ein Projekt „Nachsorge“ ins Leben gerufen, das nach einem erfolgreichen Verlauf die Nachsorgeeinrichtung „KONA“ (Koordinationsstelle psychosoziale Nachsorge für Familien mit an Krebs erkrankten Kindern) hervorgebracht hat.

Unterstützung von betroffenen Kindern, Jugendlichen, jungen Erwachsenen und deren Angehörigen. Hier handelt es sich um die direkte Familienunterstützung der Betroffenen. Wir möchten hier auch und gerade diejenigen unterstützen, die oftmals bei anderen Organisationen, die keine „Einzelschicksale“, sondern nur „Projekte“ fördern, abblitzen.

Förderung anerkannter Forschungsprojekte zur Optimierung der medizinischen Behandlung krebskranker Kinder. Spätfolgen der Therapie des Morbus Hodgkin bei Kindern und Jugendlichen. Dieses Projekt hatte zum Ziel, durch Erfassung und Analyse von ungünstigen Langzeitfolgen der Therapie maligner Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen eine weitere Optimierung der Behandlungsstrategien zu erreichen. Schmerztherapie in der Onkologischen Pädiatrie. Das Projekt hatte zum Ziel, die Schmerztherapie in der Kinderonkologie zu optimieren und damit Schmerzerfahrungen bei Kindern mit Krebs auf ein Minimum zu reduzieren.

Schaffung von familien- und kindgerechten Krankenhausbedingungen. Hierzu zählt beispielsweise die Bereitstellung einer Elternwohnung in Kliniknähe oder die Unterstützung psychosozialer Teams in den Kinderkliniken, um den Krankenhausalltag für alle Beteiligten erträglicher zu gestalten.
 

Nach welchen Kriterien werden die Anträge ausgewählt?

Tagtäglich Entscheidungen treffen zu müssen, wer in welchem Maße unterstützt werden kann und wer nicht, ist alles andere als einfach, denn hinter jedem Antrag stecken Schicksale und Menschen, denen es unverschuldet wesentlich schlechter geht, als den meisten anderen Menschen und die unsere besondere Aufmerksamkeit und Unterstützung verdienen. Wir legen die Höhe der einzelnen finanziellen Förderung in Abhängigkeit zur individuellen Betroffenheit und Schwere fest, wobei wir grundsätzlich nur einmalige Förderungen gewähren, um möglichst viele Betroffene unterstützen zu können.
 

Wie viele Familien betreu(t)en Sie?

Seit Gründung unserer Stiftung haben wir bis Ende 2011 in mehr als 120 Einzelfällen Betroffene unterstützt. Über unsere Kooperationspartnerschaft zu KONA und dem Projekt „Jugend und Zukunft“ kommen hier „indirekt“ noch sehr viele weitere Betroffene hinzu. Wichtig ist hierbei zu erwähnen, dass wir eben nicht nur finanziell, sondern auch auf andere Weise (Beratung, Lebenshilfe, …) helfen.
 

Wie wichtig ist es, die Familien nachzubetreuen?

Eine positive Entwicklung der letzten zwanzig Jahre ist unbestritten der deutliche Anstieg der Heilungschancen für die meisten onkologischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter. Hierfür sind i. d. R. intensive und langwierige Therapien notwendig, die oftmals körperliche, psychische und soziale Belastungen und zum Teil erhebliche Spätfolgen, welche die Lebensqualität einschränken, nach sich ziehen. Und ca. 20 Prozent der Kinder versterben immer noch an der Krebserkrankung. Die ambulante psychosoziale Nachsorge steht nach der Entlassung aus der Klinik zur Verfügung und wird im Rahmen der Gesamtversorgung immer wichtiger, denn sie hilft den Familien, die Erkrankung und deren mögliche Folgen zu bewältigen.
 

Gibt es ein Schicksal, das Ihnen besonders nahe ging?

In den Anfangsjahren meiner ehrenamtlichen Tätigkeit haben wir ein junges Mädchen unterstützt, das sich einen Besuch bei ihren Verwandten und Bekannten, die weiter entfernt wohnten, und eine Perücke gewünscht hatte, um die Folgen der Chemotherapie zu verstecken. Vielleicht spürte sie, dass es ihre letzte Reise sein sollte, denn kurz danach verstarb sie an den Folgen ihrer Krankheit. Durch unsere finanzielle Unterstützung wurde ihr letzter Wunsch noch wahr...

 

Werden auch Sie Förderer durch Spenden und Zustiftungen:

www.stiftung-lichtblicke.de

 
text
text
text
 
 
<script>